Hallo liebe Leser,

wer eine Sehhilfe benötigt, der hat sich bestimmt schon einmal über Lasik, die damit verbundenen Risiken und auch die großen Vorteile Gedanken gemacht. Auf dem rechten Auge habe ich minus 1,5 Dioptrien und auf dem linken minus 0,75 Dioptrien. Mit Kontaktlinsen komme ich in der Regel ganz gut klar, verfüge jedoch auch über sehr chice, moderne und farbenfrohe Brillen – jeweils passend zur Kleidung. Als mir meine Krankenkasse (Universa, privat) zugesichert hat, dass ich pro Auge 1.500 Euro Zuschuss für meine Laser-OP erhalte, da dachte ich mir, dass ich`s doch wagen sollte! Oder lieber doch nicht?

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Die Femto-LASIK soll wesentlich schonender sein als bisherige Methoden – ich nehme in Ahaus an einer fast dreistündigen Voruntersuchung teil und erfahre, dass ich für beide Augen zusammen 3.799 Euro zahlen muss und für ein Auge alleine 2.185 Euro. Immerhin trage ich meine Kontaktlinse lediglich im rechten Auge.

Bei meiner Recherche im Internet stoße ich auf ein Interview mit dem Augen-Physiologen Andreas Berke, welches von einem Spiegel Redakteur geführt wurde.

Der 52-jährige berichtet davon, dass bei einer Lasik-OP die Hornhaut scheibchenförmig eingeschnitten und dann hochgeklappt wird. Ich erschrecke ein bisschen, als ich lese, dass dieses „Scheibchen“ wahrscheinlich nie wieder richtig anwächst und dass eine große Wunde im Auge entsteht. Eine Wunde in einem bis jetzt gesunden Organ.

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Viele Patienten klagen nachher über trockene Augen – Augen Physiologe Andreas Berke – der sich persönlich nie die Augen lasern würde – erklärt den Grund dafür: Wenn durch das Einschneiden der Hornhaut der Reflexbogen gekappt wird, dann bekommt das Gehirn gar nicht mehr mit, dass das Auge trocken ist und lässt deshalb zu wenig Tränenflüssigkeit produzieren. Uff – da bekommt man beim Lesen ja schon trockene Augen. Auch berichtet der Spiegel-Gesprächspartner davon, dass die Spannung in der Hornhaut zwar nach einer Lasik-OP unverändert bleibt, aber von weniger Gewebe aufgefangen wird. Wenn sich jemand zum Beispiel mit 20 Jahren operieren lässt, dann muss die Hornhaut ja noch bis zum Lebensende halten.

Andererseits habe ich viele Erfolgsgeschichten gehört. „Nur die Ärzte selbst, die würden es bei sich niemals machen lassen“, meinte kürzlich eine Dame, die Operateure persönlich kennt. Wer weiß, warum das so ist – möglicherweise verfügen sie über die gleichen Kenntnisse wie der Augen-Physiologe Andreas Berke.

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Für den 17. Mai 2011 habe ich um 13 Uhr 30 in Ahaus (Raum Münsterland) einen OP Termin reserviert und morgen Abend um 17 Uhr noch einmal ein Gespräch mit dem operierenden Arzt. Dann kann ich gemäß der freundlichen Arzthelferin immer noch zu- oder absagen. Ich werde Euch auf meinem Blog über meine Entscheidung informieren, liebe Leser!

Alles Gute und liebe Grüße von Elischeba

Hier lest Ihr das Spiegel-Interview mit dem Augen-Physiologe Andreas Berke:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/augen-op-die-hornhaut-ist-fuer-eine-lasik-nicht-geeignet-a-589822.html