Meine Tour zur Fair 2011 in Dortmund starte ich Samstagmittag von meiner tollen Heimatstadt Köln. Freitag Abend habe ich das Vorrecht, bei der edlen Eröffnungsfeier im chicen Nada Restaurant in Köln ausgewählte Köstlichkeiten und tolle Livemusik zu genießen. Anschließend übernachten wir im schönen Marriott – freundliches Empfangspersonal, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und behagliche Hotelzimmer lassen meinen zweiten Aufenthalt in diesem Hause angenehm werden.

Extrem-Stau auf dem Weg zur Fair 2011

Die Sonne scheint und der Samstag könnte perfekt weiterlaufen, wäre da nicht plötzlich dieser schwere Unfall auf der A1 und die Sperrung der Autobahn. Die Personen, welche mit Helicopter ins Krankenhaus geflogen werden, haben jetzt im Gegensatz zu uns echte Probleme. Anfangs denke ich mir, dass es vorausschauend war, um 11 Uhr 30 loszufahren, so dass ich mehr als eine Stunde Puffer habe und gehe davon aus, dass ich meinen Auftritt auf der Bühne gegen 14 Uhr noch locker schaffen werde. Als Botschafterin von Fairtrade cotton soll ich doch interviewt werden und die Zuschauer motivieren, häufiger mal schöne Mode aus fairem Handel zu erwerben.

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Extrem-Stau auf dem Weg zur Fair2011

Jedoch geht es gar nicht mehr weiter – wir sitzen auf der Autobahn fest und können erst nach sechs Kilometern eine Ausfahrt nehmen, wo aufgrund einer Baustelle ebenfalls alles dicht ist. Außerdem kommen nicht nur wir auf die Idee, einen Teil der Strecke auf der Landstraße weiterzufahren. Im Radio hören wir, dass wir wohl heute den letzten richtigen Sommertag in Nordrhein-Westfalen genießen können. Na toll – den verbringen wir anscheinend nur im Auto.

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Endlich angekommen!

Anstatt um 12 Uhr – wie geplant – komme ich um 16 Uhr auf der Fair 2011 an. Die fröhliche und positive Atmosphäre lässt unseren Stress nach der langen Autofahrt rasch vergessen. Die Aussteller duzen uns fast alle und sind lebensoffene junge Menschen, welche die Vision haben, ihren Teil dazu beizutragen, dass dieses Fleckchen Erde ein bisschen schöner wird und dass alle Menschen von einem fairen Handel profitieren. Klasse. Wir probieren Öko-Limonaden, Bier, Schokolade und Kekse. Und wie das alles schmeckt!

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Leider sind wir so spät dran, dass wir die Kochshows, Workshops und Seminare zum Mitmachen verpasst haben. Jedoch ist noch genug Zeit übrig, um eine Menge Leckereien käuflich zu erwerben. Hier macht es besonders Spaß, die Einkaufstüten zu füllen, da wir wissen, dass glückliche Menschen zu fairen Bedingungen den Kakao, den Kaffee oder den Wein angebaut haben. Auch ist es toll, wenn die Schulbildung für Kinder unterstützt wird.

Ich laufe mit einem weißen Minikleid von Armedangels über die Messe, welches das offizielle „Fairtrade Siegel“ besitzt und fühle mich wohl dabei. Sexy fühle ich mich damit und muss über das Gerücht schmunzeln, dass Öko-Kleidung so aussieht, als wäre man gerade dem Stall entsprungen. Nein, das war vielleicht mal gestern so. Als Botschafterin von Fairtrade cotton erlebe ich mit, dass die Mode Designer mit der Zeit gehen!

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Auch bekomme ich viele Tipps mit auf den Weg – zum Beispiel erfahre ich, wieso Leitungswasser so gesund ist und inwiefern der Umwelt gravierend geholfen würde, wenn alle Menschen darauf zurückgreifen würden, anstatt sich die vergleichsweise teuren Flaschen käuflich zu erwerben. Bei der Mode fällt mir auch etwas auf. Ich entdecke nicht nur tolle Farben, sondern fühle kuschelig weiche Qualität. Tja, wer fair einkauft wird eben reichlich belohnt.

Liebe Grüße von Elischeba