Hallo liebe Leser,

kürzlich meinte eine Bekannte zu mir: „Elischeba, deine Blogs lese ich echt gern, aber wieso schreibst du nicht mal was über Tipps für glückliche Beziehungen? Pierre und du, ihr wirkt doch immer noch so frisch verliebt.“

Hey, gute Idee. Also hier meine TOP fünf Tipps. Sie mögen etwas unkonventionell sein. Aber so bin ich eben.


  • Freiraum statt Eifersucht und Klammern

Eine befriedigende Beziehung kann meiner Meinung nach nur dann möglich sein, wenn beide sich völlig frei entfalten können. Und auch nur so bleibt sie wirklich spannend! Pierre und ich haben beide einen gemeinsamen, aber auch einen getrennten Freundeskreis. Er ist im Schachverein aktiv – einige Kumpels von ihm kenne ich nur flüchtig. Ich habe persönlich mehr männliche Freunde als weibliche.

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Manchmal gehe ich mit Fotografen nach einem Shooting noch etwas zusammen essen. Mag das eine Gefahr für unsere Beziehung sein? Pierre drückt es so aus: „Wenn Elli mich austauscht, wird sie sich eh nur verschlechtern.“ Das sagt er so locker, leicht grinsend und mit einem Augenzwinkern. Und hat dabei so etwas von Recht!

Unser gemeinsamer Freundeskreis und unsere gemeinsamen Hobbys verbinden enorm. Wir planen ganz bewusst regelmäßig Zeit zu Zweit ein – sei es ein gemeinsamer Kurztrip, ein ausgiebiger Restaurantbesuch oder ein Wochenende, an dem wir einfach nur zu Hause ein bisschen abhängen.

Die Dinge, die wir getrennt machen, erhalten unsere Beziehung lebendig und spannend. Wir bekommen dadurch so viele Impulse, dass uns der Gesprächsstoff niemals ausgeht.


  • Dankbarkeit statt Selbstverständlichkeit

Eine Freundschaft besteht aus Geben und Nehmen. Pierre bekocht mich an den freien Wochenenden wie im Sterne-Restaurant. Wow! Dafür zeige ich ihm meine Dankbarkeit. Jedes Mal. Gestern habe ich ein Schrankfach von meinem Schatz komplett ausgeräumt und seine Rollkragenpullover, die da alle ein bisschen durcheinander drin lagen, neu einsortiert.

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Als Pierre das entdeckt hat, da hat er sich freudig bedankt. Er hat es eben nicht als Selbstverständlichkeit angesehen. Obwohl das wirklich nur eine absolute Kleinigkeit war. Dankbarkeit bewirkt, dass der andere noch mehr für einen tun möchte – das ist ein positiver Kreislauf!

Wenn ich ein paar Tage beruflich unterwegs bin, dann findet mein Schatz Liebesbriefchen mit meinen Modelfotos unterm Kopfkissen. Solche Rituale erhalten ebenfalls die Wertschätzung füreinander.


  • Äußerlichkeiten sind doch wichtig

Manche Personen sagen, dass in einer langjährigen Ehe Äußerlichkeiten irgendwann völlig egal sind, da kommt es nur auf den Charakter an“. Sehe ich anders. Es ist immer wichtig, auf sich zu achten und dem anderen zu gefallen. Ich mag persönlich Gegensätze. Ich bin selbst von Natur aus sehr schlank und habe hellblondes Haar. Mir gefallen nun mal nur Männer mit dichtem, dunklem Haar und einem sehr kräftigem Körperbau.

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Mein Schatz steht auf lange Beine und würde darunter leiden, wenn er mit einer Frau zusammen leben würde, die im Laufe der Beziehung immer mehr an Gewicht und Masse zunimmt. Kürzlich hat mir eine Bekannte gesagt, dass ihr Mann nicht gemerkt hat, dass sie sich die Haare kurz geschnitten hat. So etwas finde ich schade.

Meiner macht mir immer wieder auch wegen Äußerlichkeiten Komplimente und spricht mich auf neue Klamotten an. Ballerinas sind jedoch ein No Go für ihn.


  • Egoismus und Selbstliebe müssen sein

Ja, richtig gelesen. Wer sich selbst völlig für andere aufgibt und nicht mehr an sich selbst denkt, der kann nicht glücklich sein. Wie soll man denn jemand lieben, der sich selber nicht ausstehen kann? Kürzlich hat mich eine streng religiöse Dame mit äußerst verurteilendem Blick dafür zurecht gewiesen, dass wir für meinen Schwiegervater einen Pflegedienst in Anspruch nehmen.

Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht jeder gut finden wird, wenn ich mir in Zukunft für den ein oder anderen Modeljob einen Babysitter buchen werde. Anderen zu helfen und für andere da zu sein, ist etwas, was glücklich macht und Herzensfreuden bringt. Geben ist generell schöner als zu empfangen.

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Doch ausgeglichen und entspannt ist nur, wer auch an seine eigenen Bedürfnisse denkt. Natürlich nicht nur, aber eben AUCH. So meine Meinung. Wer für sein eigenes Glück sorgt, der ist nicht davon abhängig, es ununterbrochen durch eine Beziehung zu erhalten.


  • Lachen und Reden

Viel zusammen lachen – auch über eigene Fehler, das ist mein Glückspunkt Nummer Fünf. Und nicht alles so eng sehen. Keine Perfektion vom anderen erwarten. Kommunikation steht für mich bei einer glücklichen Beziehung ganz oben. Pierre und ich sagen uns auch total offen, wenn uns etwas beim anderen stört. Natürlich freundlich und ohne Vorwürfe. Oder wenn uns in der Beziehung etwas fehlt, dann reden wir darüber. Das beugt größeren Problemen definitiv vor!

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Außerdem interessieren wir uns dafür, was der andere tut. Ich bin gespannt darauf, wie der FC Bayern spielt und ob mein Schatz beim Schach den Gegner schlägt und Pierre hört aufmerksam zu, wenn ich ihm von meiner – manchmal verrückten – Künstlerwelt berichte.

So, das waren erst mal meine Top 5 Tipps. Generell finde ich, dass sich Gegensätze in einer Beziehung gut ausgleichen. Zwei Künstler als Paar sind meiner Meinung nach häufig zu chaotisch und sprunghaft. Zwei Beamten könnte der Pfiff fehlen. Pierre ist für mich die bodenständige und ausgeglichene starke Schulter zum Anlehnen und ich bringe ständig neuen Wind in die Beziehung. Quirlig und abgefahren. Ein Ausgleich wirkt immer guttuend.

Wer weitere Tipps hat, der darf sich in meiner Kommentarfunktion austoben.

Alles Gute und liebe Grüße von Elischeba