Kennst du das auch? Du sitzt im Garten und eigentlich geht es dir gut. Eigentlich. In deinem Kopf schwirrt das Gespräch mit deiner Bekannten herum. Sie hat dich in feindseligem Ton mit Vorwürfen überhäuft. Und diese Unterhaltung rast dir immer wieder durch den Kopf. Wort für Wort.

Dann fängst du an zu grübeln. Wieso warst du nicht schlagfertiger? Was fällt dieser Bekannten eigentlich ein, sich in deine Privatsphäre einzumischen? Hat die nix besseres zu tun? Die Bekannte mag das Gespräch schon längst wieder vergessen haben, aber du kannst es vorwärts und rückwärts wiederholen. Und du bist mitten drin – in der Grübelfalle.

Was du nun dagegen gar nicht mehr wahrnimmst, das ist das Lachen deiner Kinder, das Rauschen der Blätter, den leichten Wind, die Sonne auf deiner Haut. Oder die Tatsache, dass du kerngesund bist und es dir doch ganz gut geht.

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Vor allem wir Frauen neigen leider zur Grübelfalle. So wachen wir zum Beispiel mitten in der Nacht auf und machen uns Sorgen über Dinge, die eventuell passieren könnten. Aber eben auch nur eventuell. Meist geht dann doch alles ganz gut. Und dann liegen wir wach im Bett. Zwei Stunden später immer noch. Irgendwann wird es wieder hell und ein weiterer Versuch einzuschlafen lohnt nicht mehr. Doch wie kommst du raus – aus dieser nervigen Grübelfalle?

Wem mitten in der Nacht einfällt, was noch alles zu erledigen ist oder was er im Büro vergessen hat zu tun, der kann die passenden Stichpunkte auf ein Blatt Papier schreiben. Bist du mit der Liste fertig, ist es wichtig, dass du sie gedanklich abhakst und dir sagst, dass nun doch alles aufgeschrieben ist, du dich beruhigt morgen wieder damit weiter beschäftigen kannst und jetzt schläfst.

Wer wochenlang ernsthafte Schlafprobleme hat, der sollte natürlich unbedingt einen Arzt kontaktieren und nach den tieferliegenden und individuellen Ursachen suchen.

Werde ich mit Vorwürfen überfallen, so bin ich natürlich in der Regel auch erst mal sauer. Doch ein wenig später überlege ich, ob an dem Gesagten ein Fünkchen Wahrheit dran ist und die Person einfach nur nicht die Diplomatie erfunden hat. Immerhin habe ich selbst auch manchmal eine recht spontane Art, Dinge mitzuteilen und würde beim zweiten Mal einiges ganz anders sagen.

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Tappe ich in die Grübelfalle, so sag ich mir machmal einfach STOPP. Und mache mir bewusst, dass ich mir selbst dadurch die schönen Momente der Gegenwart raube.

Alternativ kannst du dir deine Gedanken wie Wolken am Himmel vorstellen, die du einfach vorbeiziehen lässt. Die du nicht bewertest. Regst du dich über etwas auf, so kannst du dich darauf konzentrieren besonders lange auszuatmen. Dann hältst du deinen Atem für zwei, drei Sekunden an und holst wieder langsam ein bisschen neue Luft um den Vorgang mit dem bewussteren Atmen zu wiederholen.

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Das macht dich auch ruhiger und ausgeglichener. Und du bist besser gewappnet – für die nächste Attacke deiner Bekannten 🙂

Ich wünsche dir einen schönen Restsommer – liebe Grüße von Elischeba