Kooperation_CalibriPolyester, Viskose oder Polyamid. Wir haben die unterschiedlichsten Materialien im Kleiderschrank hängen. Designer nutzen manchmal Begriffe, bei denen wir erstmal überlegen müssen. Was ist denn jetzt bitteschön ein Pencilskirt oder was sind Peep Toes?

Heute gibt`s auf meinem Blog mal ein paar Stilrichtungen und Begriffe aus der Modewelt easy erklärt.

Elischeba in roten Peep Toes
Fotograf: Christian Grimmelt

Fangen wir mal mit einer kleinen Stoffkunde an.

Sicherlich habt ihr auch ein paar Stücke aus Viskose im Schrank. Doch was genau ist das für ein Material? Es handelt sich dabei um eine synthetisch hergestellte Faser, die jedoch überwiegend aus natürlichem Material (90 % Zellstofffasern aus Hölzern wie Fichte oder Buche) gewonnen wird und der teuren Seide ähnelt. Sie ist atmungsaktiv aber nicht so unempfindlich wie Baumwolle. Flecken sollten deshalb besser mit Gallseife behandelt werden, laut ausführlichem Materialratgeber von AtelierGS.

Häufig unterschätzt wird dagegen Polyester. Diese Kunstfaser auf Erdölbasis ist ein echter Alleskönner und ihr solltet wissen, dass sie die Grundlage für viele Stoffe (wie Chiffon, Fleece, Kunstleder) ist. Gleiches gilt für Polyamid (Nylon), eine Kunstfaser nicht nur für hauchdünne Strümpfe und gut sitzende Bademode. Polyamid wird häufig mit Baumwolle kombiniert, um den Stoff strapazierfähiger zu machen.

intro2
©AtelierGS

Jedes Outfit gehört einem bestimmten Style an

Fangen wir mal mit einem Look an, den ich persönlich sehr schätze. Mit Bohemian (oder kurz Boho-Style) ist ein Modetrend gemeint, der in den 70er Jahren aufkam und von Hippie- und Gypsy-Elementen geprägt ist. Dabei werden verschiedene Stoffe und Muster kombiniert und Druckmuster, florale Designs, Tuniken oder auch Fellwesten geben dabei den Ton an.

Hier dürfen wir Frauen unsere Kreativität voll ausleben und auch mit üppigen Accessoires spielen. Ein Trend der zwar nicht neu, aber immer wieder angesagt ist. Bitte nicht mit dem Casual Look verwechseln. Denn dabei handelt es sich um bequeme und lässige Kleidung, die jedoch nicht nachlässig wirken darf. Gleiches gilt für den Layerstyle (auch als Lagenlook bekannt), weil mehrere Kleidungsstücke sichtbar übereinander getragen werden.

24630_-themen-bluetenzauber-_buehne-desk_D_AT_CHDE
©AtelierGS

Wenn die Rede vom Urban Style ist, bezichnet das eine Moderichtung, die sich in den Metropolen der Welt entwickelt hat und extrem trendy ist. Typisch dafür sind Trenchcoats, Skinny Jeans, Nerdbrillen und gut geschnittene Sakkos. Oft grenzt er an Purismus, von dem man aber nur spricht, wenn auf verzierende Elemente vollständig verzichtet wird, und der Fokus ganz auf klare Strukturen und Minimalismus liegt.

Ich persönlich mag den Ethno-Style mit Kleidung aus fremden Ländern und Kulturen oder zumindest deutlichen Elementen dieser Regionen und kann mich immer wieder für ein Outfit im Retro-Style begeistern, dass bestimmte Schnitte oder Muster aus vergangenen Modeepochen wieder aufnimmt.

23781_-blusen-verteilerseite-desk
©AtelierGS

Fachbegriffe auch bei Schuhen, Taschen & Co.

Wenn es ein Modelexikon gibt, gehören da sicher auch einige Begriffe hinein. Ein Bleistiftrock (engl. Pencilskirt) ist lang, enganliegend und läuft zudem spitz zu. Christian Dior präsentierte ihn 1947 und bis heute ist er aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. In gedeckten Farben im Büro ein perfekter Business-Look und farbig jederzeit zu tragen. Die Taille wird optimal betont und die Beine wirken gestreckt.

Elischeba im Pencilskirt im Hotel
Fotograf: André Plath

Die Hobo Bag verdankt ihren Namen einem Landstreicher. Diese werden im englischen Sprachraum nämlich Hobo genannt. Diese Taschen sind sichelförmig und haben einen langen Schulterriemen. Da sie aus weichem Material gefertigt werden, wirken sie etwas knautschig und sinken beim Abstellen in sich zusammen. Labels und Etiketten, die besonders dekorativ sind und deshalb offen als Applikation verwendet werden, nennt man Badges.

16619_Jacken_Blazer_neu
©AtelierGS

Auch Schuhbezeichnungen können verwirren. Peep Toes sind einfach Pumps, bei denen die Zehenspitze offengelassen wurde. Slingbacks hingegen werden Schuhe mit hohem Absatz und Riemchen statt Fersenkappe genannt. Ganz neu habe ich den Begriff Turtleneck gelernt. Dabei ist einfach von einem Rollkragen die Rede. Und wenn die Sprache auf ein Kleid mit Dianadekolleté kommt, ist ein asymmetrisches Dekolleté gemeint, das durch die Designerin Elsa Schiaparelli salonfähig und berühmt wurde. Wichtig ist, dass dabei grundsätzlich eine Schulter frei bleibt.

Ich hoffe, ich konnte euch noch etwas Neues beibringen. Zumindest ich lerne noch jeden Tag dazu und kann von der Welt der Mode einfach nicht genug bekommen.

Alles Liebe von Elischeba

Disclaimer: Danke an das AtelierGS für die Kooperation